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Taschengeld – Wie Kinder den Umgang mit Geld lernen

Veröffentlich
8.1.26
Leonie Ries
Autor

Lerne, wie Taschengeld deinem Kind hilft, Verantwortung, Sparen und selbstständige Entscheidungen zu entwickeln. Tipps für altersgerechtes Geben und den richtigen Umgang mit Fehlern.

Taschengeld – ein Thema, das immer wieder zu Unsicherheiten führt. Soll ich welches geben? Wie hoch sollte es sein? Und wofür darf mein Kind es ausgeben?

Ich  möchte dir Schritt für Schritt Anregungen geben, wie du Taschengeld als wertvolles Lerninstrument nutzen kannst.

Warum Taschengeld sinnvoll ist
Taschengeld ermöglicht Kindern, den Umgang mit Geld selbst zu erfahren. Wir Erwachsenen können erklären, wie Geld funktioniert, doch wirkliche Lernerfahrungen entstehen erst, wenn Kinder selbst Entscheidungen treffen – mit allen Erfolgen und kleinen Fehltritten.

Wie viel Taschengeld?
Die Höhe hängt vom Alter und den Bedürfnissen deines Kindes ab. Es gibt aktuelle Richtwerte, die dir Orientierung geben können, doch entscheidend ist, dass die Summe realistisch ist und zu den Lernzielen passt: Geld ausgeben, sparen und Prioritäten setzen.

Regelmäßig und altersgerecht
Kleinere Kinder profitieren von wöchentlicher Auszahlung, ältere Kinder können monatlich ihr Taschengeld erhalten. So lernen sie, den Überblick zu behalten und entwickeln ein Gespür für Wert und Menge.

Selbstbestimmung und Erfahrung
Das Wichtigste: Kinder entscheiden selbst, wofür sie ihr Geld ausgeben. Fehlkäufe bieten wertvolle Lernmomente. Nutze diese Gelegenheiten, um ein Gespräch zu führen: Was hast du gelernt? Würdest du es beim nächsten Mal anders machen? So entwickeln Kinder ein Bewusstsein für Entscheidungen und Verantwortung.

Grenzen klar setzen
Natürlich gibt es Einschränkungen: Alkohol, gefährliche Gegenstände oder Dinge, die das Kind noch nicht handhaben kann, bleiben tabu. Ansonsten gilt: Taschengeld ist kein Machtinstrument, sondern ein Mittel, um Vertrauen und Eigenständigkeit zu fördern.

Taschengeld unabhängig von Verhalten
Verknüpfe Taschengeld niemals mit Belohnung oder Bestrafung. Es geht nicht darum, dein Kind zu kontrollieren, sondern darum, es den Umgang mit Geld lernen zu lassen.

Unterstützung anbieten
Wenn dein Kind Schwierigkeiten hat, das Geld einzuteilen, biete Hilfe an – ohne die Entscheidung zu übernehmen. So lernt es Verantwortung und kann gleichzeitig Fehler machen, reflektieren und daraus wachsen.

Impulsfragen für dich:

  • Was möchte ich meinem Kind über Geld fürs Leben mitgeben?
  • Welche eigenen Glaubenssätze habe ich zum Thema Geld?
  • Erlaube ich meinem Kind, eigene Erfahrungen und Fehlentscheidungen zu machen?

Taschengeld ist mehr als nur ein wöchentliches oder monatliches Ritual. Es ist ein Weg, deinem Kind Verantwortung, Selbstständigkeit und ein gesundes Verhältnis zu Geld zu vermitteln – immer begleitet von deiner Unterstützung und Achtsamkeit.

Auch als Video verfügbar

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